📊 Häufige Verben zuerst

600 Verben, aber nicht alle sind gleich wichtig. Camaleón lernt mit dir in der Reihenfolge, die im echten Spanisch zählt.

Das Problem

Eine klassische Verbdatenbank behandelt ser und tambalear gleich – beide sind Einträge, beide kommen zufällig dran. Dabei ist ser eines der häufigsten Wörter der spanischen Sprache überhaupt, während tambalear in einem normalen Gespräch vielleicht einmal im Jahr auftaucht. Wer zufällig lernt, kann Pech haben und Stunden auf seltene Verben verwenden, bevor die wichtigsten überhaupt erschienen sind.

Häufigkeit als Kompass

Camaleón nutzt Frequenzlisten, die auf dem Plan Curricular del Instituto Cervantes (PCIC) basieren – dem Referenzrahmen des größten Spanischinstituts der Welt. Jedes Verb hat einen Häufigkeitsrang. Neue Verben werden nicht strikt nach Rang abgearbeitet, sondern nach einer Zipf-Gewichtung ausgewählt: Das häufigste Verb hat etwa zehnmal mehr Gewicht als das zehnte – aber auch das zehnte kann jederzeit erscheinen. So bleibt das Lernen abwechslungsreich, ohne den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren.

Sobald du ein Verb kennst, verschwindet es aus dem Pool

Die Gewichtung greift nur bei neuen Karten. Sobald du alle Formen eines Verbs in einer Zeitform gesehen hast, fällt es aus der Auswahl heraus – und der nächste Kandidat rückt nach. Mit jedem gelernten Verb bearbeitest du dich systematisch durch das Spanisch, das wirklich gebraucht wird.

Relative Auswahlwahrscheinlichkeit neuer Verben

Je häufiger ein Verb im Spanischen vorkommt, desto öfter taucht es beim Lernen auf –
aber alle Verben bleiben im Spiel.

ser
100 %
hacer
50 %
ver
33 %
tener
25 %
decir
20 %
estar
17 %
poder
14 %
ir
13 %
… 590 weitere
≤ 10 %

Dargestellt sind die relativen Gewichte nach Zipf-Formel (Gewicht = 1 / Rang). Sobald ein Verb vollständig gelernt wurde, rücken die nächsten Kandidaten nach.

Was das in der Praxis bedeutet

1

Du startest mit dem Wichtigsten

Ser, hacer, ver, tener, decir – die ersten Verben, die du siehst, sind die, die in jedem Gespräch vorkommen. Kein Zufall, kein Glücksspiel.

2

Kein starres Durcharbeiten

Die Zipf-Gewichtung bedeutet: häufige Verben kommen öfter, aber seltene Verben erscheinen auch. Das Lernen bleibt abwechslungsreich.

3

Gelernte Verben räumen den Platz frei

Sobald du alle Formen gesehen hast, fällt das Verb aus der Neuauswahl heraus. Der nächste Kandidat rückt nach – automatisch.

Selbst ausprobieren

Die Häufigkeitspriorisierung ist standardmäßig aktiv. Du kannst sie in den Einstellungen unter „Neue Verben" deaktivieren.

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